EMM041 - Grenspaal 153

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7761 PS Schoonebeek

Naturpark Naturpark Moor/Veenland

Grenspaal 153

Ein Grenzstein mitten in einem Wohngebiet? Verlief hier früher tatsächlich die Grenze?
Die Antwort lautet: nein. Der Stein stand ursprünglich am Schoonebeekerdiep, das bis heute die Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland bildet. In den Jahren um 1935 wurde das Schoonebeekerdiep nach und nach „begradigt“. Aufgrund verschiedener Umstände – unter anderem des Zweiten Weltkriegs – dauerte es jedoch bis 1960, ehe auch die deutsch‑niederländische Grenze offiziell begradigt wurde. In der Zwischenzeit gehörten die damals „abgeschnittenen“ Landstücke weiterhin zu der Staatszugehörigkeit, der sie schon immer angehört hatten.
Rieks Holties fand den Grenzstein 153 während der Normalisierung des Schoonebeekerdiep mitten in der ausgehobenen Erde. Aus Sorge, der Stein könnte bei den Bauarbeiten verloren gehen, entschloss er sich, ihn mit nach Hause zu nehmen. Dort setzte er ihn am Rand seines Grundstücks am Oostersebos Nummer 17 wieder in den Boden. Dies geschah jedoch nicht beliebig: Der Grenzstein steht so, wie er ursprünglich vorgesehen war, mit dem Buchstaben N (Niederlande) nach Osten und dem Buchstaben H (Königreich Hannover) nach Westen. Das Königreich Hannover wurde 1866 von Preußen annektiert. Daraus folgt, dass dieser Grenzstein noch aus der Zeit vor 1866 stammt.
Er war keineswegs der einzige Grenzstein, der in jener Zeit verschwand und in einem privaten Garten landete. Ein schönes Beispiel ist Grenzstein 156: Dieser wurde später wiedergefunden und an seinem ursprünglichen Standort am Dreiländereck bei Twist erneut aufgestellt.

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