De Engelenweij (= die Engelswiese), Schoonebeek
Im jahrhundertealten Oostersebos in Schoonebeek begeben Sie sich für einen Moment in die Vergangenheit und befinden sich in einer anderen Welt. Dort, in dem Stück vom alten Drenthe, liegt de Engelenweij. Es handelt sich um ein einzigartiges altsächsisches (Wohn-)Bauernhaus, das ursprünglich im Jahr 1612 oder davor erbaut wurde und auf einem Grundstück von 2,4 ha steht. Die absolut atmosphärische Lage macht dieses Nationaldenkmal, de Engelenweij, zu einer Sehenswürdigkeit, die man einmal besuchen sollte.
Die Art und Weise, wie de Engelenweij ursprünglich gebaut wurde, ist besonders. Die Dachkonstruktion und die Eichenbinder im Inneren sind alle zwar alle krumm wie eine Banane, aber dennoch stark miteinander verbunden. Leider brannte das Bauernhaus 1827 vollständig ab, wurde im Jahr darauf aber wieder vollständig aufgebaut. Obwohl das sächsische Bauernhaus in seinem ursprünglichen Stil, mit alten Kochutensilien, holzbefeuerten Herden und einer Wasserpumpe, belassen wurde, erhielt es 2016-2017 ein neues Reetdach und die Fugen, sowie Fensterrahmen und Türen, wurden teilweise erneuert.
Auf dem großen Grundstück, im Garten, befindet sich noch der alte Obstgarten. Nichts Besonderes, könnte man sagen, aber in diesem Obstgarten gibt es zu einer bestimmten Zeit im Jahr etwas Besonderes zu sehen. Es gibt dort einen Apfelbaum, der gleichzeitig Äpfel trägt und blüht. Dieses einzigartige Naturphänomen wurde von Experten untersucht, die bestätigten, dass dies sehr außergewöhnlich ist. Wie alt der Baum ist, weiß niemand, aber dieser Apfelbaum ist eine Sehenswürdigkeit für sich.
Ursprünglich hieß de Engelenweij „Wilmshof“ und war im Besitz der größten Bauernfamilie von Schoonebeek, der Familie Wilms.
Im Jahr 1887 wurde Gerrit Jan Wilms am 15. Oktober auf dem Bauernhof „de Wilmshof“ geboren. Sein Großvater Gerrit Wilms hatte den Hof bereits im 19. Jahrhundert zu einem lokal führenden Betrieb gemacht und war auch Eigentümer der Wilms' Boo. Hendrik Wilms, der Vater von Gerrit Jan, hatte jedoch kein Auge für den Hof und verpachtete das Land um den Wilmshof herum weitgehend. Dies brachte ihm den Stempel des „Heerschop“ (Grundherrn) in der damaligen Region Drenthe ein. Auch Gerrit Jan Wilms hatte kein Interesse daran, Landwirt zu werden, und trat in die Fußstapfen seines Vaters, indem er zahlreiche Vorstandsämter ausübte und politisch aktiv war. Eine Reihe von Ämtern bekleidete er sogar als Vorsitzender, z. B. im Dorfverein, im Landwirtschaftsverein, in der örtlichen Molkerei, in der Boerenleenbank (heute: Rabobank) und im Viehzuchtverband Oud-Schoonebeekerveen.
Von einigen wurde er sogar als Bürgermeister von Schoonebeek angesehen. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war er Mitglied des nationalen Vorstands der CBTB und wenig später wurde er zum Mitglied des Provinzialvorstands von Drenthe ernannt. Bevor der Krieg dann wirklich ausbrach, hatte er noch einen zweiten Posten als Mitglied des Aufsichtsrates der Coöperatieve Centrale Raiffeisenbank in Utrecht. Nach dem Krieg trat er zurück, behielt aber seinen Posten bei der Zentralen Raiffeisenbank in Utrecht.
Nach dem Krieg trat er von seinem Amt zurück, behielt jedoch weiterhin seine Position bei der Zentralen Raiffeisenbank in Utrecht. Da er auch als Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der reformierten Kirche in Schoonebeek fungierte, leistete er einen wichtigen Beitrag zum Neubau der damaligen Kirche. Gleichzeitig war er der Besitzer der Wilms’ Boo, der letzten erhaltenen Boo in Drenthe. Er wollte, dass diese für die Zukunft erhalten bleibt, und verkaufte sie daher in den 1960er Jahren für 1 Gulden an die Stiftung De Spiker.
De Engelenweij ist jedoch eines der Juwelen, die Drenthe noch immer zu bieten hat.