EMM053 - De oudste weg van Nederland (neolitische veenweg Nieuw-Dordrecht)

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7885 AV Nieuw-Dordrecht

Naturpark Naturpark Moor/Veenland

Der älteste Weg der Niederlande (neolitischer Veenweg Nieuw-Dordrecht)

Hier, etwa sechzig bis achtzig Zentimeter unter der Geländeoberfläche, liegt der geheimnisvolle neolithische Bohlenweg von Nieuw‑Dordrecht. Es handelt sich um ein einzigartiges prähistorisches Denkmal, das zu seinem Erhalt im Boden belassen wurde, wo es durch die geeigneten, feuchten Bodenverhältnisse gut konserviert bleibt. Der Weg liegt sicher im Torf und verläuft von der heutigen Veldweg/Heerenstreek bis zum Karrepad (in der Verlängerung der Heerenstreek).

Dieser Bohlenweg, ein sogenanntes „Knuppelpad“, besteht aus Stämmen von Erle, Birke, Ahorn, Eiche und Linde, wobei die meisten Stämme einen Durchmesser von zehn bis zwanzig Zentimetern aufweisen.

Der Bohlenweg wurde vor etwa hundert Jahren entdeckt. Durch das Freilegen verschiedener Abschnitte kam man zu dem Schluss, dass er ungefähr achthundert Meter bis einen Kilometer lang ist. Mithilfe einer Jahrringanalyse der Eichenbalken konnte festgestellt werden, dass die Bäume im Winter des Jahres 2549 v. Chr. gefällt wurden. Der Weg wurde demnach in dieser Zeit von der lokalen Bevölkerung der Schnurkeramikkultur (ca. 2900–2450 v. Chr.) angelegt. Dies bedeutet, dass dieser geheimnisvolle Bohlenweg möglicherweise die älteste (hölzerne) Straße der Niederlande ist.

Aus der Jahrringuntersuchung ging außerdem hervor, dass das Gebiet dicht bewaldet war und verschiedene Baumarten vorkamen, darunter Eiche, Ulme und Erle. Diese Wälder wurden in mehreren Phasen vollständig gerodet, nachdem sich die ersten Bauern um etwa 3800 v. Chr. hier niedergelassen hatten.

Die ursprüngliche Funktion dieses alten Bohlenwegs ist bis heute nicht geklärt und war auch im Jahr 2023 noch Gegenstand lebhafter Diskussionen unter Archäologen. Warum wurde dieser Weg damals angelegt? Mit großer Wahrscheinlichkeit diente er als (Fußgänger‑)Weg, um zielgerichtet zu einem bestimmten Ort zu gelangen, etwa zu einer Siedlung oder zu Stellen der Eisenerzgewinnung (Raseneisenerz kommt stellenweise im Torf vor). Oder handelte es sich um einen Weg mit ritueller Bedeutung, da es im Moor auch heilige Orte gegeben hat? Berechnungen zufolge erforderte der Bau eines Kilometers Bohlenweg etwa 1.400 Arbeitsstunden. Sollte der Weg tatsächlich dazu gedient haben, das Moor vollständig zu überqueren, hätte er rund dreizehn Kilometer lang sein müssen. Oder führte dieser Weg die Menschen der Steinzeit zu ihren Kultstätten?
Die Hoffnung liegt nun bei zukünftigen Generationen, diese Fragen zu beantworten. Voraussetzung dafür ist, dass dieser einzigartige Weg in seinem heutigen Zustand im Boden erhalten bleibt. Besonders wichtig ist es, den Boden feucht zu halten, da das Holz andernfalls durch den Kontakt mit Sauerstoff einem beschleunigten Abbau ausgesetzt wäre. In den feuchteren Winterperioden liegt der Bohlenweg in der Regel unter dem Wasserspiegel, im Sommer kann dies jedoch zeitweise anders sein.
Ein Teil dieses neolithischen Bohlenwegs ist im nahegelegenen Veenpark in Barger‑Compascuum ausgestellt (siehe auch: https://www.veenpark.nl).
Am größeren Informationspaneel über den Oosterbos, kurz bevor du die Baumreihe erreichst, kannst du durch die angelegte „Sichtachse“ in Richtung des Hauses auf der gegenüberliegenden Seite der Heerenstreek, Hausnummer 88, blicken. Dies ist die Richtung, in der der alte Bohlenweg liegt.

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