EMM061 - Het KWAK

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Naturpark Naturpark Moor/Veenland

Der KWAK
 
Aufgrund der hohen Lage des Hondsrug im Verhältnis zum Wasserstand im Oranjekanaal liegt die Umgebung von Nieuw-Dordrecht auf einem Sandrücken zwischen dem Smeulveen und dem Oosterveen, die wiederum Teil der Marken Noord- und Zuidbarge waren. Dieser Ausläufer des Hondsrug sorgte in der Vergangenheit für Probleme bei der Entwässerung des Moores.

Die Moorgebiete wurden 1853 an die Drentsche Veen- en Midden-Kanaal-Maatschappij in Dordrecht verkauft. Die Markgenossen (Verkäufer der Moorgebiete) stellten jedoch bei dem Verkauf die Bedingung, dass die Käufer von Smilde aus quer durch Drenthe einen Kanal bis zu den Moorgebieten Noord- und Zuidbarge graben würden. Die Drentsche Veen- en Midden-Kanaal-Maatschappij stimmte dem zu, da sie die Nutzung einiger Moorgebiete ins Auge gefasst hatte, für die eine Wasserstraße sehr nützlich sein könnte. Der Bau dieser damals neuen Wasserstraße erfolgte in den Jahren 1852-1858 und erreichte schließlich eine Länge von vierundvierzig Kilometern. Als Ehrerbietung erhielt sie mit Zustimmung von König Willem III. den Namen „Oranjekanaal”.

Der Oranjekanaal sollte jedoch einen Seitenarm erhalten, der Oosterveen mit Smeulveen verbinden sollte. Der Oranjekanaal wurde bis Oosterveen angelegt, der Seitenarm nach Smeulveen jedoch nicht. Der Grund dafür war, dass man auf große Schwierigkeiten stieß, da man durch die dicke Geschiebelehmschicht des viel höher gelegenen Sandrückens graben musste. Auch die Höhenunterschiede des Hondsrug stellten ein Problem dar. In diesem nur sechs Kilometer langen Seitenkanal hätten fünf Schleusen gebaut werden müssen. Außerdem machte es der Hondsrug fast unmöglich, das Moor am Oranjekanaal hinter Nieuw-Dordrecht zu entwässern. Die Drentsche Veen- en Midden-Kanaal-Maatschappij hielt den Bau des Seitenkanals daher für viel zu kostspielig und beschloss, davon Abstand zu nehmen.

Zwischen 2009 und 2013 wurde der Seitenarm des Oranjekanaals jedoch doch noch realisiert. Dieser Kanal ermöglicht es Freizeitkapitänen, durch einen Ausläufer des Hondsrug zu fahren und die alten Torfkolonien zwischen dem Scholtenskanaal bei Klazienaveen und dem Bladderswijk bei Oranjedorp zu besuchen. Im Oosterbos-Zuid wurde aufgrund des Höhenunterschieds die Koppelsluis gebaut, eine Doppelschleuse, die die Schiffe um 2 x 2,5 Meter anheben oder absenken kann. Da der Kanal an der Drentse Veenvaart (Wasserstraße durch die gesamte Provinz) liegt, sind auch die niederländischen und deutschen Binnengewässer besser miteinander verbunden.

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